Emotionales Essen: Was wirklich dahintersteckt – und 5 heilsame Mantras, die helfen
- Yvonne Prokoph
- 15. Juni
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 18. Juni

Emotionales Essen ist kein Mangel an Disziplin. Es ist oft ein stilles Muster der Selbstregulation.
Viele Frauen, die zu mir in die Praxis kommen, berichten von genau diesem Thema: "Ich esse nicht, weil ich Hunger habe, sondern weil ich etwas spüre, das ich nicht aushalte."
Wenn Essen zur Gewohnheit wird, um Emotionen zu betäuben, zu beruhigen oder sich für einen Moment sicher zu fühlen, sprechen wir von emotionalem Essen.
Was ist emotionales Essen?
Emotionales Essen bedeutet, dass wir nicht essen, weil unser Körper Nahrung braucht, sondern weil unsere Gefühle nach Linderung verlangen. Es ist ein Mechanismus, um mit Stress, Einsamkeit, Leere, Überforderung oder Schmerz umzugehen. Essen wird dabei zum Ersatz für das, was uns im Moment fehlt: Trost, Ruhe, Halt, Geborgenheit, Kontrolle.
Woran erkenne ich emotionales Essen?
Es gibt einige typische Anzeichen, die darauf hindeuten, dass du gerade nicht aus Hunger isst, sondern emotional reagierst:
Der Hunger kommt plötzlich und überraschend
Du sehnst dich nach ganz bestimmten Lebensmitteln (z. B. Süßes, Fettiges, Salziges)
Du isst schnell, manchmal heimlich, und kannst kaum aufhören
Du fühlst dich danach schuldig, traurig oder leer
Du spürst, dass das Essen dich "kurz beruhigt" hat, aber das ursprüngliche Gefühl ist nicht wirklich weg
Warum entstehen solche Muster?
Emotionales Essen hat oft Wurzeln in früheren Lebenserfahrungen. Einige Beispiele:
Kinder, die wenig emotionale Zuwendung erhalten haben, lernen oft: Essen ist Liebe.
Wer als Kind getröstet wurde mit Schokolade oder einem vollen Teller, verknüpft Essen mit Geborgenheit.
Menschen, die übergriffige Erfahrungen gemacht haben, nutzen Körperfülle unbewusst als Schutz vor Aufmerksamkeit.
Andere essen, um sich überhaupt zu spüren, wenn die Gefühle zu diffus oder zu schmerzhaft sind.
Diese Muster entstehen oft in frühen Jahren, sind unbewusst und waren in bestimmten Momenten sinnvoll und schützend. Aber heute können sie dich daran hindern, dich wirklich frei zu fühlen.
Was hilft jenseits von Diäten und Kontrolle?
Diäten greifen zu kurz, denn sie bekämpfen das Symptom, nicht die Ursache. Was du brauchst, ist ein liebevoller Zugang zu dir selbst. Eine Verbindung zu deinem Körper, deinen Bedürfnissen, deinen Gefühlen. In meiner Praxis arbeite ich mit sanften Methoden wie:
Hypnosetherapie, um unbewusste Muster zu erkennen und zu transformieren
Emotion Code, um emotionale Altlasten aus dem Körper zu lösen
Ohrakupunktur, zur Regulation von Stress, Appetit und innerer Unruhe
Doch es braucht nicht nur Methoden, sondern auch neue innere Botschaften. Darum teile ich hier 5 Mantras, die du in Momenten der inneren Unruhe oder kurz vor einem Essdrang für dich nutzen kannst:
5 heilsame Mantras gegen emotionales Essen
„Ich darf fühlen, ohne mich zu betäuben.“
Du brauchst kein Essen, um dich zu beruhigen. Du darfst da sein – mit allem, was gerade ist.
„Ich nähre mich mit Achtsamkeit – nicht mit Druck.“
Dein Körper braucht liebevolle Versorgung, nicht Bestrafung. Achtsamkeit ist stärker als Disziplin.
„Ich bin sicher, auch ohne Kontrolle.
“Viele Essmuster entstehen aus einem Bedürfnis nach Sicherheit. Dieses Mantra erinnert dich daran, dass du heute erwachsen bist – und sicher.
„Ich spüre meine Bedürfnisse, bevor ich esse.“
Ein Moment der Verbindung: Was brauchst du wirklich gerade? Nähe? Ruhe? Ausdruck?
„Ich bin nicht mein altes Muster – ich bin Veränderung.“
Essen als Schutz war einmal hilfreich. Heute darfst du neu wählen. Und du kannst das.
Wähle dir ein Mantra aus, das dich anspricht, und wiederhole es in Momenten, in denen du spürst, dass dein Essverlangen eigentlich ein Gefühl ist, das gesehen werden möchte.
Fazit:
Wenn du dich in diesem Text ein Stück wiederfindest, ist das kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Hinweis darauf, dass du bereit bist, dich liebevoll zu erforschen. Ich begleite dich gern auf diesem Weg.
Mehr Infos zu meiner Arbeit findest du hier: www.holistic-care.online



Liebe Yvonne,
deine Beiträge haben mich mal wieder wachgerüttelt , der Beweis dafür " ACHTSAM " zu sein . Danke !