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Neue Erkenntnisse im Kampf gegen Lungenkrebs

Deine Lungen produzieren Blut – und warum diese Entdeckung alles verändern könnte


2017 veröffentlichten Forscher der University of California, San Francisco (UCSF) eine Entdeckung, die unser Verständnis von der menschlichen Biologie auf den Kopf stellt: Die Lunge produziert nicht nur Sauerstoff für den Körper, sondern auch Blut. Genauer gesagt: Sie bildet über 10 Millionen Blutplättchen pro Stunde und enthält ein Reservoir an hämatopoetischen Stammzellen, die neue Blutzellen entstehen lassen.


Diese Erkenntnis, publiziert in Nature, widerspricht der bisherigen Lehrmeinung, dass ausschließlich das Knochenmark für die Blutbildung verantwortlich sei. Die Lunge ist damit nicht nur ein Atemorgan, sondern auch ein zentraler Akteur im blutbildenden System des Körpers.


Modell einer Lunge


Was genau wurde entdeckt?


  • Blutplättchenproduktion in der Lunge: Forscher beobachteten, dass ein großer Teil der Thrombozyten direkt in den Blutgefäßen der Lunge entsteht.

  • Stammzellreservoir: In der Lunge befinden sich hämatopoetische Stammzellen – Zellen, die rote und weiße Blutkörperchen sowie Blutplättchen erzeugen.

  • Paradigmenwechsel: Die Lunge ist nicht nur für die Atmung, sondern auch für die Blutbildung verantwortlich.


Diese Erkenntnis eröffnet neue Perspektiven für das Verständnis vieler Krankheiten, insbesondere Lungenkrebs.



Was bedeutet das für Lungenkrebs?


Insbesondere das nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC) gilt in der konventionellen Medizin nach wie vor als nahezu unheilbar, vor allem in fortgeschrittenen Stadien. Doch wenn die Lunge selbst ein blutbildendes Organ ist, könnte ein Tumor in diesem Gewebe:


  • die Blutbildung direkt stören oder manipulieren,

  • die Produktion von Blutplättchen erhöhen, was Metastasenbildung fördern kann, und

  • Stammzellen fehlprogrammieren, die das Krebswachstum unterstützen.


Das Wissen um die Blutbildungsfunktion eröffnet also neue mögliche Angriffspunkte – sowohl für Therapien als auch für die Prävention.


Welche neuen Ansätze wären daher denkbar?


1. Blutplättchen-gezielte Therapien

Blutplättchen unterstützen Tumorzellen bei der Ausbreitung. Medikamente oder Substanzen, die die Plättchenproduktion in der Lunge modulieren, könnten die Metastasierung bremsen.


2. Schutz und Regeneration der Stammzellen

Regenerative Therapien, die das Stammzellreservoir in der Lunge schützen, könnten Therapien wie Chemotherapie abmildern. Phytochemikalien wie Sulforaphan oder Curcumin sowie Sauerstofftherapie könnten hier unterstützend wirken.


3. Mikroumgebung umprogrammieren

Das Tumormilieu beeinflusst die Stammzellen. Therapien, die diese Signale unterbrechen (z. B. Immunmodulatoren), könnten verhindern, dass gesunde Stammzellen „umgedreht“ werden.


4. Anti-Metastasen-Strategien

Substanzen wie niedrig dosiertes Aspirin oder Omega-3-Fettsäuren könnten das Schutzschild der Blutplättchen um Krebszellen schwächen.


5. Zukunft: Stammzelltherapien und Exosomen

Gezielte Stammzelltransplantationen oder Exosomen-basierte Therapien könnten das gesunde Blutbildungssystem der Lunge wiederherstellen.




Labor



Warum wird das nicht längst umgesetzt?


Obwohl die Entdeckung revolutionär ist, hat sie bisher kaum Eingang in klinische Leitlinien gefunden. Warum?


  • Trägheit im System: Zwischen Forschung und Anwendung vergehen oft Jahrzehnte.

  • Fokus auf etablierte Therapien: Pharmaunternehmen investieren lieber in bekannte, lukrative Ansätze wie Immuntherapien.

  • Wirtschaftliche Interessen: Neue, günstigere Strategien passen nicht in das Geschäftsmodell der Krebsmedikamente.

  • Komplexität: Die Manipulation des blutbildenden Systems in der Lunge ist wissenschaftlich herausfordernd und wirft viele Fragen auf.


Das Ergebnis: Patienten werden weiterhin nach den gleichen Protokollen behandelt, während potenziell bahnbrechende Erkenntnisse in den Schubladen bleiben.



Was können Betroffene schon jetzt tun?


Auch wenn die Forschung zögert, können Patienten und Angehörige selbst aktiv werden, um die Lungenfunktion und Blutbildung zu unterstützen:


  • Antientzündliche Ernährung: Viel Gemüse, Omega-3-Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe.


  • Atemtherapie & Sauerstoffoptimierung: Atemübungen, moderate Bewegung und frische Luft fördern die Lungenfunktion.


  • Nahrungsergänzung mit Bedacht: Substanzen wie Curcumin, Sulforaphan oder Heilpilze können antioxidativ wirken – stets in Absprache mit einem Arzt.


  • Stressregulation: Chronischer Stress schwächt Stammzellen. Meditation, Hypnose oder energetische Methoden können epigenetisch positiv wirken.



Fazit: Ein Wissen, das Leben retten könnte


Die Entdeckung, dass die Lunge Blut produziert, könnte die Behandlung von Lungenkrebs grundlegend verändern. Doch solange diese Erkenntnis nicht in Therapien umgesetzt wird, bleibt sie ungenutzt – ein medizinischer Stillstand, der Leben kostet.


Es ist an der Zeit, Fragen zu stellen:

Warum wird diese Forschung nicht schneller vorangetrieben? 

Und: Wie können wir als Patienten, Angehörige und Fachleute dafür sorgen, dass bahnbrechende Erkenntnisse nicht im System verloren gehen?



💬 Was denkst du darüber? 

Hättest du erwartet, dass deine Lunge Blut produziert? Schreib deine Gedanken in die Kommentare und teile diesen Beitrag, damit mehr Menschen von dieser wichtigen Entdeckung erfahren.



Von Herz zu Herz,

deine Yvonne



Berge und Wasser

 
 
 

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