🎗️ Was macht eigentlich ein Cancer Coach – und worauf solltest du unbedingt achten?
- Yvonne Prokoph
- 29. Juni
- 3 Min. Lesezeit
„Cancer Coach“ – der Begriff klingt nach Hoffnung, Unterstützung und neuer Orientierung in einer der schwersten Zeiten des Lebens. Immer häufiger taucht er auf Social Media, in Online-Angeboten oder in Gesprächen rund um das Thema Krebs auf. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Und woran erkennt man seriöse Angebote?
Als Gesundheitspraktikerin, Hypnosetherapeutin und langjährig erfahrene Pflegefachperson ist es mir ein großes Anliegen, etwas Klarheit in dieses neue Feld zu bringen – weil es viel Potenzial bietet, aber leider auch Risiken.
🧭 Was ist ein Cancer Coach?
Ein Cancer Coach (oder Krebs-Coach) ist – im besten Fall – eine vertrauensvolle Begleitperson für Krebspatient:innen und deren Angehörige.
Ziel ist es, die Menschen emotional, mental, organisatorisch und in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken.
Dabei geht es nicht um medizinische Diagnosen oder Therapien, sondern um:
Psychoemotionale Begleitung: Umgang mit Ängsten, Schock, Wut, Trauer, Erschöpfung
Struktur geben: Termine organisieren, Fragen notieren, Zweitmeinung vorbereiten
Vermitteln: zwischen Ärzten, Therapien, Naturheilkunde, Angehörigen
Stärken: Ressourcen aktivieren, Selbstvertrauen und Lebensqualität fördern
Ganzheitlich begleiten: z. B. mit Meditation, Visualisierungen, Atemtechniken
Ein seriöser Cancer Coach arbeitet niemals gegen die Schulmedizin – sondern ergänzt sie mit Menschlichkeit, Verständnis und Perspektivwechsel.
⚠️ Problem: Der Begriff „Coach“ ist nicht geschützt
Und genau hier beginnt das Risiko. Denn:
Jede Person kann sich „Cancer Coach“ nennen.

Es gibt keine rechtliche oder fachliche Hürde.
Online findet man Angebote wie:
– „Zertifizierter Cancer Coach in 2 Tagen – ohne Vorkenntnisse“
– „Werde Krebs-Coach in nur einem Wochenende – inkl. Verkaufsstrategie“
Solche Programme vermitteln oft keine echte therapeutische oder pflegerische Kompetenz, sondern eher Marketing-Techniken. Und wer selbst nie mit schwerer Krankheit, Tod, Not oder Angst konfrontiert war, kann die Tiefe dieser Prozesse kaum sicher begleiten.
🩺 Warum das gefährlich sein kann
Gerade in der Onkologie sind Menschen oft in einem Zustand der Verletzlichkeit:
Die Diagnose reißt ihnen den Boden unter den Füßen weg.
Viele suchen nach alternativen Wegen, weil sie sich in der Schulmedizin allein oder unverstanden fühlen.
Sie googeln, vergleichen, lesen von Spontanheilungen und „Wundertherapien“.
In dieser Notlage wird oft auf das gesetzt, was schnell Hoffnung gibt – und genau das machen sich leider manche zunutze.
Wenn dann Coaches Heilversprechen machen, Angst vor Chemo schüren oder mit pseudowissenschaftlichen Methoden locken, kann das im schlimmsten Fall lebensgefährlich werden.
✅ Woran du seriöse Cancer Coaches erkennst
Ein seriöser Coach…
1. Macht keine Heilversprechen.
👉 Er begleitet, bestärkt, klärt auf – aber verspricht niemals, dass jemand durch seine Arbeit gesund wird.
2. Nennt klar seine Qualifikationen.
👉 Pflegefachperson, Therapeut:in, Heilpraktiker:in, Psychoonkolog:in? Oder reine Selbsterfahrung?
3. Kooperiert mit Ärzten und Fachpersonen.
👉 Gute Coaches arbeiten interdisziplinär – nicht im Alleingang.
4. Achtet die Entscheidung der Betroffenen.
👉 Er gibt keine Richtung vor („Du musst XYZ machen“), sondern begleitet empathisch und offen.
5. Stellt den Menschen in den Mittelpunkt – nicht das eigene Konzept.
👉 Keine One-Size-Fits-All-Lösung. Jeder Mensch, jede Diagnose, jeder Weg ist individuell.
💡 Fazit: Cancer Coaching kann wundervoll sein – oder gefährlich
Ich glaube zutiefst daran, dass eine starke begleitende Unterstützung bei Krebs heilsam wirken kann – im Sinne von Stärkung, innerem Frieden, Entscheidungsfähigkeit und Selbstwirksamkeit.
Aber dafür braucht es Verantwortung, Erfahrung und ein sauberes ethisches Fundament.
Wenn du auf der Suche nach einer solchen Begleitung bist – oder selbst als Coach arbeiten möchtest – informiere dich gut. Frage nach Ausbildungen, Haltung, Erfahrung. Und höre auf dein Bauchgefühl.
Mein persönliches Leitbild:
Begleitung mit Verantwortung, Herz und Weitblick
1. Stärkung der Patient:innen statt Heilversprechen
Ich sehe meine Aufgabe darin, Menschen in einer der schwierigsten Lebensphasen zu stärken – emotional, mental und spirituell.Ich unterstütze ihre Selbstbestimmung und begleite sie dabei, ihren eigenen Weg im Umgang mit der Erkrankung zu finden. Ich verspreche keine Heilung. Stattdessen stärke ich Ressourcen, Resilienz und innere Klarheit.
2. Seriosität und Verantwortungsbewusstsein
Ich arbeite auf der Grundlage meiner fachlichen Ausbildungen in Pflege, Hypnose, Energiearbeit und Coaching. Ich kenne meine Grenzen und mache diese transparent. Ich ersetze keine medizinische Behandlung – ich begleite sie. Meine Arbeit orientiert sich stets an den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen.
3. Respekt und Offenheit
Ich begegne jedem Menschen mit Achtung – unabhängig von seinen Therapieentscheidungen, seiner Weltanschauung oder seiner Krankheitsgeschichte. Ich respektiere spirituelle, schulmedizinische und alternative Sichtweisen und begleite ohne zu missionieren oder zu werten.
4. Ganzheitliche Perspektive
Ich betrachte Körper, Geist und Seele als Einheit. Meine Arbeit vereint wissenschaftlich fundierte Methoden mit spiritueller Tiefe – und verbindet Fachwissen mit Intuition, Achtsamkeit und Mitgefühl.
5. Kooperation statt Konkurrenz
Ich sehe mich als Teil eines multiprofessionellen Netzwerks: Ärzt:innen, Pflege, Psychoonkologie, Naturheilkunde, Angehörige und andere helfende Hände. Nur gemeinsam können wir Betroffene wirklich umfassend begleiten. Ich arbeite vernetzt – nicht im Alleingang.
Yvonne Prokoph
Ganzheitliche Gesundheitspraktikerin · Hypnosetherapeutin · Pflegefachfrau mit beruflicher und persönlicher onkologischer Erfahrung
Hast du schon Erfahrungen mit einem Cancer Coach gemacht?
Oder möchtest du mehr über meine Arbeit erfahren?
Ich begleite Betroffene und Angehörige mit Herz, Fachwissen und Klarheit – ganzheitlich, liebevoll und ehrlich.
👉 Schreib mir gern – ich freue mich auf den Austausch!



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