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Wenn Krebs dein Leben erschüttert

3 Wege, um seelisch stark zu bleiben


Eine Krebsdiagnose ist ein Schock. Sie wirbelt alles durcheinander – den Alltag, die Zukunft, das eigene Sicherheitsgefühl.

Plötzlich ist nichts mehr so, wie es war. Neben den medizinischen Behandlungen beginnt eine zweite, oft unsichtbare Reise: der Umgang mit den eigenen Gefühlen.


Viele Betroffene berichten, dass nicht die körperlichen Symptome das Schwerste sind – sondern die emotionale Achterbahnfahrt. Angst, Wut, Trauer und Erschöpfung wechseln sich ab wie Wellen, die immer wieder auf einen einprasseln. Doch es gibt Wege, diese Last ein Stück leichter zu machen.



1. Im Hier und Jetzt bleiben – trotz Erschöpfung und Angst

Füsse auf startpunkt

Krebs ist nicht nur eine körperliche Erkrankung, sondern vor allem auch eine mentale Dauerbelastung. Nach Monaten voller Untersuchungen, Therapien und Nebenwirkungen fühlen sich viele Betroffene zermürbt. Diese ständige Anspannung erschöpft so sehr, dass früher oder später depressive Symptome entstehen können: Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, innere Leere sind die Folge.


Hinzu kommen quälende Gedanken, wie: „Werde ich sterben? Wie wird es sein? Werde ich Schmerzen haben?“ oder ganz einfach auch: „Was, wenn dieses Medikament nicht wirkt?“


Eine wirksame mentale Strategie ist, die Reise jeden Tag innerlich neu zu beginnen – ganz so, als wäre heute der erste Tag.


  • Stell dir vor, du trägst keinen Rucksack voller gestriger Erschöpfung, den du nun bewusst ablegst.

  • Sag dir: „Heute ist ein neuer Anfang. Heute starte ich neu.“

  • Übe, den heutigen Tag nicht mit der Last der Vergangenheit zu belasten.


👉 Wie Angehörige helfen können:


  • Schon in der Kommunikation den Fokus auf den aktuellen Tag lenken: „Was tut dir heute gut?“

  • Kleine Rituale einführen: z. B. gemeinsam ruhig mit 5 Minuten kuscheln in den Tag starten oder den Kaffee gemeinsam im Bett nehmen.

  • Mut machen, ohne Druck: „Lass uns nur diesen, heutigen Tag so leicht wie möglich machen.“



2. Den Berg in kleine Hügel teilen – Schritt für Schritt statt überwältigt


Für viele Krebspatient:innen ist der Alltag nicht nur durch die Diagnose belastet, sondern durch die Masse an Problemen und Beschwerden, die sich auftürmen: Schmerzen, Übelkeit, Gangunsicherheit, Husten, Medikamente, Arzttermine, Formulare,......

Dieser „Problemberg“ wirkt schnell unüberwindbar. Allein der Gedanke daran lähmt und nimmt Hoffnung.

Frau wandert

Doch der Berg schrumpft, wenn man ihn in kleine Hügel teilt:


  • Alles auf Post-its aufschreiben: Beschwerden, Aufgaben, Sorgen.

  • Prioritäten setzen: Was braucht jetzt sofort Aufmerksamkeit, was kann warten?

  • Fokus nur auf den Schritt legen, der heute gegangen werden muss/kann: Heute Übelkeit lindern, morgen Gangunsicherheit besprechen.


👉 Wie Angehörige unterstützen können:


  • Gemeinsam ordnen und strukturieren.

  • Helfen, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen.

  • Kleine Fortschritte sichtbar machen.

  • Entlasten, indem sie organisatorische Aufgaben übernehmen und den Betroffenen dadurch den Rücken freihalten.



3. Emotionale Heilung einbeziehen – Gefühle nicht wegdrücken, sondern verwandeln


Krebs erschüttert das innere Gleichgewicht. Viele Betroffene versuchen, einfach nur noch irgendwie zu funktionieren, und unterdrücken dabei ihre Emotionen. Doch echte Heilung geschieht nicht nur körperlich. Unterdrückte Emotionen, alter Schmerz und ungelöste Konflikte können den Körper belasten und sogar Krankheiten begünstigen.

Frau mit Händen auf der Brust
Wahre Heilung schließt auch die emotionale Ebene mit ein.



👉 Was Krebspatient:innen tun können:


  • Gefühle zulassen, ohne sie zu bewerten.

  • Ausdruck finden – durch Gespräche, Schreiben, Weinen, Kreativität.

  • Unterstützende Methoden nutzen: EFT-Klopfen, EMDR, Hypnose, Meditation.


💊 Medikamente wie Antidepressiva können in Krisen helfen, sollten jedoch nicht die einzige Lösung sein, da sie Gefühle eher dämpfen als auflösen.


👉 Wie Angehörige diesen Prozess begleiten können:


  • Raum geben, statt alles sofort lösen zu wollen.

  • Gefühle validieren: „Es ist okay, dass du heute traurig bist.“

  • Auch eigene Gefühle zeigen – das schafft Nähe.

  • Ermutigen, Hilfe anzunehmen.



💫 Fazit: Kleine Schritte, große Wirkung


Krebs ist mehr als eine körperliche Erkrankung – es ist eine Reise, die den ganzen Menschen betrifft. Angst, Erschöpfung und emotionale Verletzungen gehören dazu. Doch sie müssen nicht das Steuer übernehmen.


  • Im Hier und Jetzt bleiben verhindert, dass Angst oder Vergangenheit erdrücken.

  • Den Berg in kleine Hügel teilen macht das Unmögliche machbar.

  • Emotionale Heilung zulassen schenkt innere Kraft und Leichtigkeit.


💜 Angehörige können hier unglaublich viel bewirken – nicht, indem sie alle Probleme lösen, sondern indem sie Halt geben, mittragen und diese kleinen, aber entscheidenden Schritte begleiten.



🌿 Du musst diesen Weg nicht alleine gehen


Als pflegende Angehörige bist du oft gleichzeitig Fels in der Brandung und mitten im Sturm.

Genau dafür habe ich den CareCircle geschaffen: ein 8-Wochen-Onlineprogramm, das dir Tools, Austausch und tägliche Stärkung gibt, um emotional, mental und körperlich stabil zu bleiben – egal, wie heftig die Wellen gerade schlagen.


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Von Herz zu Herz,

Yvonne

 
 
 

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