Wie Stress, Trauma und Emotionen unser Krebsrisiko beeinflussen – und wie wir uns schützen können
- Yvonne Prokoph
- 13. Aug.
- 5 Min. Lesezeit
Ein ganzheitlicher Blick auf Epigenetik, Zellgesundheit und die Kraft der Selbstfürsorge
Wenn wir über Krebs sprechen, denken viele zuerst an Gene, Pech oder Umweltgifte. An etwas, das „von außen“ kommt. Doch unsere innere Welt spielt eine ebenso große Rolle. Besonders chronischer Stress und seelische Traumata beeinflussen unsere Gesundheit auf zellulärer Ebene – oft unbemerkt, aber tiefgreifend.

Epigenetik – Die Sache mit den Schaltern
Unsere Gene sind wie eine riesige Schaltzentrale – mit tausenden kleinen Lichtschaltern. Manche davon sind zuständig für Zellreparatur, andere für Entgiftung oder Immunabwehr. Und ja: Auch Schalter für bestimmte Krankheiten sind vorhanden – aber in der Regel bleiben diese ausgeschaltet.
Hier kommt die Epigenetik ins Spiel.
Sie ist die Wissenschaft davon, welche dieser Schalter an- oder ausgeschaltet werden, je nachdem, wie wir leben, fühlen und denken.
Stell dir vor, in einem stillen Raum leuchten nur ein paar wenige Lichter – nur das, was du brauchst. Wenn du ruhig bist, dich sicher fühlst, gut schläfst, nährstoffreich isst und dich getragen fühlst von deinem Umfeld, bleibt alles im Gleichgewicht. Die Schalter für Stress, Entzündung und Krankheit bleiben dunkel. Das System läuft stabil.
Doch chronischer Stress, ungelöste Emotionen oder Traumata können beginnen, diese Lichtschalter zu verändern.
Plötzlich wird ein Schalter für Entzündung aktiviert. Dann einer für Zellwachstum ohne Kontrolle.
Und wenn gleichzeitig die Schalter für Zellreparatur, Entgiftung oder Immunabwehr abgeschaltet werden, entsteht ein Umfeld, das Krankheit begünstigen kann – unter anderem auch Krebs.
Die DNA selbst verändert sich dabei nicht.
Was sich verändert, ist die Art, wie sie abgelesen wird. So wie bei einem Musikstück, das zwar immer dieselben Noten enthält – aber völlig anders klingt, wenn es mit Wut statt mit Liebe gespielt wird.
Aber:
Diese Schalter lassen sich auch wieder ausschalten.
Durch bewusste Entscheidungen. Durch inneren Frieden. Durch nährende Beziehungen, tiefe Entspannung, gute Ernährung, liebevolle Begleitung. Die Epigenetik ist nicht unser Schicksal – wir haben hier tatsächlich auch Mitsprache-Recht.
Traumata: Wunden, die unter der Oberfläche weiterwirken
Ein Trauma ist keine Schwäche. Es ist eine seelische Verletzung – manchmal sichtbar, meist aber tief im Nervensystem verborgen.
Viele Menschen denken bei Trauma nur an schwere Kindheitserfahrungen oder Katastrophen – dabei kann auch einfach das Gefühl, über Jahre emotional allein gelassen, überfordert, nicht gesehen oder verantwortlich für alles zu sein, ein Trauma hinterlassen.
Und genau das erleben viele Menschen, oft unbemerkt.
Die dauerhafte Anspannung wird zur „neuen Normalität“.
Man funktioniert weiter, kümmert sich um andere, arbeitet, organisiert – und merkt gar nicht mehr, wie sehr man innerlich angespannt ist.
Doch der Körper merkt es. Immer.
Denn traumatische Erlebnisse oder chronischer Stress verändern dauerhaft die Biochemie des Körpers. Sie halten das Nervensystem im Sympathikus-Modus – also im Überlebensmodus – und verhindern, dass wichtige Reparaturprozesse ablaufen können. Das Immunsystem wird geschwächt, Entzündungen nehmen zu, und der Schlaf – die wichtigste Regenerationsphase – wird oberflächlich oder gestört.
Menschen mit Traumata oder langanhaltendem Stress haben laut Studien ein signifikant höheres Risiko für:
Autoimmunerkrankungen
chronische Schmerzen
Depressionen und Angstzustände
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
und auch Krebs
➡ Das bedeutet nicht, dass Trauma „Schuld“ ist an einer Krankheit.
Aber es bedeutet: Solange emotionale Wunden unberührt bleiben, arbeiten sie still im Hintergrund weiter – biologisch spürbar.

Viele Menschen beginnen erst mit der körperlichen Heilung, bevor sie emotional hinschauen.Doch umgekehrt wäre es nachhaltiger:Wenn sich das Nervensystem sicher fühlt, können Heilprozesse tief und stabil ablaufen. Und genau deshalb ist die Verarbeitung von Trauma kein Luxus, sondern ein Schlüssel.
Was ist „versteckter Stress“?
Oft glauben wir:
„Ich bin doch gar nicht gestresst. Ich bin einfach müde, etwas gereizt – aber das ist doch normal heutzutage.“
Aber ist es das wirklich?
Versteckter (chronischer) Stress zeigt sich häufig so:
Du wachst müde auf, obwohl du geschlafen hast
Du fühlst dich innerlich ständig auf „Stand-by“
Du kannst schwer abschalten – selbst im Urlaub
Du funktionierst, aber spürst dich kaum noch
Du bist häufig angespannt, auch wenn „nichts los“ ist
Du reagierst empfindlich auf Lärm, Nähe oder Zeitdruck
➡ Das alles sind Hinweise darauf, dass dein System dauerhaft im Stressmodus läuft.
Und genau das kann langfristig krank machen – auch wenn du denkst, du hättest „alles im Griff“.
Stress & Trauma sind wie Softwarefehler im System
Ein traumatisiertes oder überlastetes Nervensystem funktioniert wie ein PC, bei dem zu viele Programme im Hintergrund laufen. Er wird langsamer, beginnt zu „hängen“, die Batterie entlädt sich schneller – und irgendwann fährt er nicht mehr richtig hoch.
In der modernen Medizin wird diesem „emotionalen Hintergrundrauschen“ oft zu wenig Beachtung geschenkt. Dabei ist gerade die Entlastung des autonomen Nervensystems der erste und wichtigste Schritt zurück zur Gesundheit.
Und was hat das jetzt mit Nährstoffen zu tun?
Wenn der Körper unter Stress steht, steigt der Verbrauch bestimmter Mikronährstoffe drastisch an. Besonders betroffen sind:
Vitamin B-Komplex – notwendig für Nerven, Energiestoffwechsel, Zellteilung
Magnesium – beruhigt Muskeln und Nervensystem
Vitamin D – reguliert das Immunsystem und unterstützt gesunde Zellteilung
Omega-3-Fettsäuren – wirken entzündungshemmend, stabilisieren Zellmembranen
Zink & Selen – antioxidativ, stärken die Immunabwehr
Vitamin C & sekundäre Pflanzenstoffe – fangen freie Radikale ab, schützen die DNA
➡ Bei Dauerstress wird dieser Bedarf nicht durch eine normale Ernährung gedeckt.
Ein langfristiger Mangel kann zu Zellschäden führen und chronische Entzündungen fördern – zwei zentrale Risikofaktoren in der Krebsentstehung.

Was du konkret tun kannst
Die gute Nachricht: Epigenetik ist veränderbar.
Und jede bewusste Entscheidung für dich selbst – sei es auf emotionaler, energetischer oder körperlicher Ebene – wirkt wie ein neuer Ton in deinem inneren Klavier.
Hier ein paar kraftvolle, einfache Schritte:
Stress regelmäßig entladen: Atemübungen, EFT/Klopfen, Yoga, Waldspaziergänge, Tanz, Meditation – finde deinen Weg.
Gefühle annehmen & auflösen: Hypnose, systemische Aufstellungen oder Traumatherapie helfen, festgefrorene Emotionen in Bewegung zu bringen.
Nährstoffe gezielt auffüllen: Lass deinen Status prüfen. Ein gut gewähltes Supplement kann ein Schlüssel zur Regeneration sein.
Rituale für inneren Frieden: Musik, Natur, Achtsamkeit, Dankbarkeitstagebuch – diese scheinbar kleinen Dinge sind epigenetisch wirksam.
Mein Fazit für dich
Krebs ist kein Zufall. Aber auch kein Schuldspruch.
Er ist ein Ruf – zur Wandlung. Zur Zuwendung. Zur Rückkehr zu dir selbst.
Und ja, er kann jeden treffen. Auch ohne Trauma. Auch ohne Stress.
Aber wir können mitgestalten, wie der Körper damit umgeht. Ob er Schutz aufbaut oder erschöpft zusammenbricht.
Du bist mehr als deine Gene. Mehr als eine Diagnose.
Du bist ein Energiefeld, das mit jeder Entscheidung seine Richtung verändern kann. Und genau da beginnt die Magie – in dir.
Du möchtest tiefer eintauchen?
In meiner Praxis arbeite ich mit Hypnosetherapie, dem Emotion Code und Ohrakupunktur – genau an dieser Schnittstelle zwischen Körper, Psyche und Energie.
Wenn du spürst, dass dein Körper, dein Nervensystem oder dein Herz Begleitung braucht:
Ich bin hier. Ohne Druck. Ohne Wertung.
Aber definitiv mit offenen Armen und der Überzeugung: Heilung beginnt im Vertrauen.
Von Herz zu Herz,
Deine Yvonne Berengeno – Expertin für ganzheitliche Krebsbegleitung




Ein sehr interessanter , informativer und wissenswerter Beitrag.
Vielen Dank 👍